Internetkriminalität

Das Bundeskriminalamt (BKA)  und Bitcom warnen  vor deutlich mehr Straftaten im Internet. Mehr denn je müssen sich PC-Nutzer auf dem Laufenden halten, wie sie sich vor Kriminellen schützen können.

Einer-Studie zufolge wurde bereits jeder zweite Deutsche Opfer von Kriminalität im Internet. Allerdings zählt der Verband auch Virenattacken zu den Straftaten. Diese machen den größten Teil der Betrugsfälle aus. Immerhin neun Prozent der Nutzer sind der Studie zufolge schon einmal von einem Geschäftspartner im Netz betrogen worden. Bei 5 Prozent wurden persönliche Zugangsdaten ausspioniert.

Auf diese digitalen Nutzerprofile haben es die Kriminellen besonders abgesehen.  Im Netz gibt es Online-Shops, in denen Kriminelle gezielt nach Kreditkarten-Daten, E-Mail-Zugängen oder gehackten Rechnern und Webseiten suchen könnten. Aktuell sorgen Listen für Aufsehen, auf denen Hacker Tausende E-Mail-Konten von Hotmail, Gmail, MSN und Yahoo-Nutzern zusammengetragen und ins Netz gestellt haben (Herbst 2009).

Die Nutzer gehen zu lax mit Ihren Daten um. So sind etwa sechs von zehn Nutzern bereit, Namen und Adressen in Web-Formularen einzutragen, etwa um bei Anbietern Waren oder Dienstleistungen zu kaufen. 38 Prozent der Surfer tippten auch Bankverbindungen oder persönliche Daten zu Beruf oder Hobby in die Eingabefelder der Online-Anbieter ein.  Wer wäre vor einigen Jahren  auf die Idee gekommen, seine Tagebücher ans Schwarze Brett zu nageln. Ein Blick auf soziale Netzwerke wie Facebook oder StudiVZ zeigt aktuell ein völlig anderes Bild.

Weitere Eintrittstore für Datendiebe sind  Bezahldienste wie PayPal oder ClickAndBuy, Ebaykonten oder Heimarbeits-Zugänge zu Firmennetzen. Doch auch beim Besuch einer ganz normalen Website können sich Nutzer mit einem Trojaner infizieren.

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht Peter Feldkamp, Berlin

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